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Sonntag, 11. Februar 2007
Aller Anfang ist schwer...
...und somit reihe ich mich ein in die Gemeinschaft der Blogger. Grüße an all die, die das hier lesen und sich angesprochen fühlen.

Nun, worum soll es in meinem Blog gehen. Ich selbst habe über einen sehr langen Zeitraum ein Rollenspiel gespiel, ein Pen&Paper Rollenspiel mit dem Namen MIDGARD - und hier möchte ich gerne aus diesen Erlebnissen berichten, teils, was das Spiel an sich angeht, als auch ein wenig aus unseren Abenteuern, die wir so bestreiten durften.

Jetzt tauchen wohl die ein oder anderen Fragen auf, und bevor nun das googlen oder die Suche in Wikipedia nach den Begriffen losgeht, möchte ich Euch die Zeit sparen und einfach ein paar Begriffe nach meinem Gusto erläutern und vielleicht kommt Ihr ja damit aus, wenn nicht, bleibt immer noch die Flucht zu anderen Quellen.

Also, was ist ein Rollenspiel:

Ein Rollenspiel, das ist ein Spiel, in welchem man als Spieler in eine bestimmte, andere Rolle schlüpft - soweit noch nicht schwer. Die Spiele existieren in mehreren Formen, da wären zum Beispiel die Live Rollenspiele, in welchen sich die Teilnehmer auch mal gerne in abenteuerliche Kostüme zwängen um sich einem Spektakel als Akteure und Statisten reell zu betätigen. Es ist vielleicht mit einer Art Theateraufführung zu vergleichen - dieses liegt mir nicht so sehr, wobei ich hier auch nicht die riesen Erfahrung vorweisen kann.
Dann gibt es auch Rollenspiele in elektronischer Form, so z.B. auf Konsolen oder PC, hierbei in den verschiedensten Möglichkeiten, egal ob als Handlungshintergrund nun mittelalterliche Szenarien oder die ferne Zukunft gewählt ist. Es geht auch hier darum in eine Rolle zu schlüpfen, die es auszufüllen gilt. Man spielt eine Geschichte nach, so "einfach" kann man es wohl ausdrücken. Nur hat man in diesen beiden -nur meiner eigenen Meinung nach- Extremen jeweils einen entscheiden Nachteil, die Handlungsfreiheit wird in gewisser Weise schon eingeschränkt. Bei den Liverollenspielen (auch oft als Rollenspiel Conventions) sind oft sehr viele Spieler beteiligt, und zu viele Freiheiten für jeden Spieler, also Abweichen von der "gewünschten" Route des Leiters (dazu kommen wir noch) würden zu viel zu viel zeitlicher Abweichung führen, das würde wohl zeitlich nicht hinhauen. Auf einer Konsole oder PC ist es noch deutlicher sichtbar, hier ist man im Normalfall in eine Geschichte "gepresst" die einem nicht immer wirklich die eigene Handlung frei gibt. Die Online Rollenspiele (z.B. World of Warcraft oder auch Anarchy Online und ähnliche) haben hier schon eine bestimmte Abhilfe geschaffen, aber meiner Meinung nach reichen auch diese mit all ihren Finessen nicht an die Originale heran, und da kommen meine angesprochenen Pen&Paper Rollenspiele ins Spiel die ich einfach bevorzuge.

Naja, normalerweise erkläre ich jemandem auf die Frage, was ist das, Rollenspiel, das ganze so. Stell dir ein Märchen vor, naja, der Ritter mit seinen Gefährten durchstreifen einen Wald auf der Suche nach den vermissten Dorfbewohnern, und wenn Sie nicht gestorben sind... usw usw usw. Naja, Du als Spieler stellst in dem Fall irgendeine Figur aus dieser Geschichte und bestimmst deren Ablauf maßgeblich mit, vielleicht geht ja alles schief nur weil Du es nicht vermasselst oder Du wirst der große Held. Naja, davon gibt es immer noch mehr, in unserer Gruppe waren das im Schnitt um die 4 Spieler am Tisch, mal auf 5 aber eher seltener. Dann gibt es noch einen sogenannten Spielmeister, dieser schlüpft sozusagen in alle anderen "verfügbaren" Rollen, vom Schankwirt in einer verrauchten Hafenkneipe, zum Bettler auf der Strasse, über den Gelehrten an dem Tempel am Marktplatz bis zum König des Landes. Ausserdem obliegt es dem Meister, die Spieler in eine ungefähre Form einer Geschichte zu führen und Hinweise einzustreuen, was denn von Ihnen überhaupt verlangt wird, aber dies auch zu erfüllen, liegt immer in den Händen der Spieler, was nicht immer gut gehen muss, aber dazu später mehr.

Die Grundausstattung, was sollte das sein. Nun, wer des Englischen ein wenig mächtig ist, erahnt schon, was sich hinter Pen&Paper verbirgt, richtig, Stift und Papier, man spielt an einem Tisch und hat ein Blatt (oder auch noch mehr, je nach Umfang) und ein Set aus mehreren Würfeln (3-20 Seitige, je nach Spiel und Anforderung). Neben einigen weiteren diversen Spielutensilien wie Bücher zu dem Spiel mit Regeln und Infos sollte man vor allem eins mitbringen, PHANTASIE, denn ohne sie, kann man das Spiel vergessen, und jemand, der viel davon mitbringt, kann in einem solchen Spiel eine regelrechte Verführung finden, in mancher Hinsicht eine Qual, aber auch eine Entspannung und Freude für die Seele. Mehr davon auch später.

Im Laufe meiner Einträge hier, möchte ich euch Infos zu dem Ablauf des Spieles geben, einige persönliche Infos näherbringen, meine eigenen Eindrücke mit der Welt des Rollenspieles wie es für mich war, und natürlich, neben der ganzen grauen Materie auch einige der Abenteuer wiedergeben, mal in kürzerer oder auch mal in längerer Form, wie es sich eben ergibt.

Wenn euch die Erzählungen gefallen, oder Ihr vielleicht Fragen oder Anregungen zu etwas habt, hinterlasst bitte einen entsprechenden Kommentar, ich würde mich freuen. Rechtschreibfehler mögen mir vergeben werden.

Bis in Kürze.

Boromir

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